Donnerstag, 4. September 2008

Kaja - Der Anfang

Dieser Beitrag wird mit freundlicher Genehmigung von Kaja Anatra genutzt und veröffentlicht.

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Kaja – Der Anfang

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Wie in Trance vernahm ich ein leises gebrabbel, das sich in meinen Traum zu bohren schien. Ich weis nicht mehr wie lange ich versuchte diese unklaren Laute zu deuten. Dem Gefühl nach muss es fast eine Ewigkeit gedauert haben, bis mir klar wurde das es sich um mehrere Personen handeln musste die sich miteinander unterhielten, und rein gar nix mit meinem Traum zu tun haben.

Meinen Zustand möchte ich mal so umschreiben, wäre ich letzte Nacht auf einer Party versumpft, würde ich sagen, ich hätte ein oder zwei Glässchen zu viel gehabt. Ich fühlte mich sehr leicht gleichzeitig aber auch sehr schwer und träge, gerade so als befände man sich noch in einem Rauschzustand. Anfangs lies mich dieser Zustand und der Gedanke an die Party noch schmunzeln, das gemurmel der Leute ignorierend und mit den Bildern der Party wollte ich wieder zurück in den Tiefschlaf übergehen. Doch da fing ich dann doch an zu Grübeln, die Bilder dieser Party wollten mir nich in den Kopf. War ich überhaupt auf einer Party? Was war den überhaupt letzte Nacht? Je mehr ich drüber nachgrübelte, desto mehr wurde mir bewusst, das ich mich an nichts zu erinnern vermochte.

An Schlaf war jetzt nicht mehr zu denken, dennoch kostete es mich eine große Überwindung die Augen zu öffnen. Ein anfängliches leichtes blinzeln wurde durch meine Trägheit sofort wieder unterbrochen, es war einfacher der Müdigkeit nachzugeben, und lieber noch ne Runde zu schlafen.
Dennoch wurde durch die kurzen Augenaufschläge meinem Unterbewusstsein vermittelt, das hier definitiv irgendetwas nich stimmen kann. Warum lag ich nicht in meinem Bett? Ich versuchte im Halbschlaf irgendwo zwischen Traum und Wirklichkeit mit den Fingern meine Umgebung abzutasten, um einen Sinn rein zubringen, in dem was ich durch das kurze Augenblinzeln wahrnahm, und dem was meine Finger zu ertasten suchten.

Es dauerte eine kleine Weile, bis ich in einem Panikartigen Anfall die Augen weit auf riss und mich aufrichtete. Mit einem mal wurde ich hellwach und glaubte mich dennoch in einem Traum.
Ich lag tatsächlich nicht in meinem Bett, sondern fand mich auf einem sandigen Boden wieder. In einem Gebäude, aus weißen Kalksteinziegeln gemauerten Wänden und einem mit Stroh bedecktem Dach. Etwa vier auf sechs Meter würde ich schätzen, knapp drei Meter hoch. An einer der beiden längeren Wände, war ein kleines einfaches Fenster, ohne Rahmen oder Glas, nur ein sippler Mauerdurchbruch, in ca. zwei Metern höhe und so etwa einen Meter breit, wodurch das Sonnenlicht herein schien. In dem Raum befand sich sonst nichts weiter, schräg gegenüber des Fensters, an der kürzeren Wandseite konnte man durch eine engen Korridor ins Freie gelangen.
Von dort kamen auch die Stimmen, die ich nun deutlich hören konnte, die aber in einer Sprache zu sein schienen die ich nie zuvor gehört hatte.

Unwissend, wo ich mich befand und wie ich an diesen seltsamen Ort überhaupt hingekommen war, geschweige denn nachvollziehen konnte was ich die letzten Tage überhaupt getrieben hatte, entschloss ich mich diesen Korridor entlang, ins Freie zu folgen. Ängstlich schlich ich mich langsam, den Stimmen folgend, ins freie. Vorsichtig streckte ich meinen Kopf aus diesem Korridor heraus, und konnte jetzt zwei Männer erkennen die sich miteinander Unterhielten. Es schien fast so, als würden sie sich nicht allzu sehr darum kümmern wer in dieses Gebäude rein oder raus geht, zumindest machten sie nicht grade den Eindruck als würden sie es bewachen oder gar mich. Obwohl ich von einem der Beiden deutlich gesehn wurde, nahm er keine besondere Notiz von mir.
Ich versuchte mich daher etwas zu orientieren, was nicht gerade leicht war, denn ich sah nur Sand um mich herum, ich verließ jetzt das Gebäude und ging einige Schritte ins Freie, und obwohl sich jetzt beide Männer nach mir schon umgedreht hatten, schien es sie nicht weiter zu stören, das ich mich raus getraut hatte. Obwohl ich...,na sagen, wir mal bewundernde Blicke, die wohl meinen Körper betrafen, auf mir zu spüren fühlte, gingen sie dennoch ihrer Unterhaltung nach.

Ich fand mich inmitten einer Wüstenlandschaft wieder, in einiger Entfernung konnte man Zelte erkennen, Zelte so wie man sie von den Bedoinen her kannte. Ich ging auf die beiden Männer zu, und fragte ganz vorsichtig und kleinlaut, „ wo bin ich den hier?“ . Die Unterhaltung stoppte abrupt,
einer der beiden stand auf, musterte mich von oben bis unten, grinste dann in einer eindeutig zweideutigen frechen Art zu dem anderen, drehte sich wortlos um und ging in Richtung der Zelte.
Der andere rief ihm noch etwas hinterher, was ich aber nicht verstehn konnte. Nun drehte sich der andere auch zu mir um, und musterte mich ebenfalls sehr gründlich, nur das er von unten anfing und seine Blicke langsam nach oben kamen. Mir war dieses „angegafft“ werden sehr unangenehm, und ich wiederholte meine Frage mit deutlich mehr Nachdruck in der Stimme.
„ Wo bin ich hier?! „
Langsam erhob er sich, ein Hüne von Kerl baute sich vor mir auf, bestimmt an die zwei Meter groß
von kräftiger muskulöser Statur mit Sonnenverbranntem Gesicht. Er sagte irgendwas, was ich nicht verstanden hab, diese Sprache konnte ich mit keiner anderen vergleichen die ich je auf der Erde gehört hatte. Ich konnte meine Frage nur noch mal wiederholen, obwohl ich mir denken konnte das er mich genauso wenig verstand. „Wo bin ich hier?“ ....er grinste nur, und sprach nur ein Wort, „ Gor“ sagte er mit rauchiger tiefer Stimme.
Ich verstand nicht, sollte das jetzt sein Name sein? oder der Name des Ortes? Enttäuscht und auch schon leicht grantig tapste ich los in Richtung der Zelte, in der Hoffnung dort vielleicht jemanden zu finden der meine Sprache spricht und meine Fragen beantworten könne. Nur ich kam nicht weit, da spürte ich die kräftigen Pranken des Kerls, fest zupackend in meinem Nacken. Mit einer ungeheureren Brutalität wurde ich von diesem Kerl zu Boden gerissen, und durch die Kraft seiner Hand, mit dem Gesicht in den Sand gedrückt. Mir stockte der Atem, und ich bekam kaum noch Luft. Unter Panik versuchte ich mich von ihm loszureißen, doch je mehr ich mich werte, desto mehr Kraft wandte er auf um mich zu Boden zudrücken. Schließlich ging mir die Kraft aus mich zu wehren, er schien es zu spüren, und ließ ebenfalls etwas lockerer ohne dabei den Griff zu lösen.
In der Lage in der ich mich befand, konnte ich nicht erkennen wo er es auf einmal her hatte, vermutlich aus seinem Gürtel gezogen, aber er hielt mir plötzlich einen simpel geschmiedeten Metallreifen unter die Nase, und sprach zu mir in einem forderndem Tonfall immer den gleichen Satz. Obwohl ich wieder nix von der Sprache verstand, hatte ich die leise Ahnung das ich ihm die Worte „La Kajira“ wiederholen sollte. Aus Angst und Verzweiflung wiederholte ich dann halt diese Worte deren Bedeutung ich nicht verstand.
Wie ich vermutetet hatte, wollte er genau das hören. Als er seine Pranke von meinem Genick ab lies, fühlte sich das an als wäre mir grad eine Tonneschwere last abgenommen worden. Dann ging er dazu über mir diesen Metallreifen um den Hals zu legen, was ich anfänglich ebenfalls versuchte abzuwehren, was mir in Anbetracht des Kräfteverhältnisses nicht gelingen konnte.

Als er den Metallring in meinem Nacken verschossen hatte, lächelte er zufrieden, man könnte fast sagen geradezu warmherzig, und machte sich auf, in Richtung der Zelte zu gehen. Mich wunderte nur das er mich so einfach dort stehen ließ, er zehrte mich nicht hinter sich her, oder befahl mir ihm zu folgen, er ging einfach. Nun, ich drehte mich noch ein paar mal im Kreis, versuchte einen Ausweg zu finden, bis mir klar wurde, das er keinen Grund hatte mich hinter sich her zu zehren. Mir blieb schlichtweg keine andere Möglichkeit als in Richtung der Zelte zu gehen. Also trottete ich ihm hinterher, was gar nich so leicht war, denn er hatte trotz der Hitze ein recht flottes Tempo drauf.

Er drehte sich noch nicht mal um, schien aber genau zu wissen das ich dicht hinter ihm bin. Im Lager angekommen ging er geradewegs auf das größter Zelt zu, mit einer schwungvollen Handbewegung schob er die eine Hälfte des Stoffvorhanges, der den Eingang zum Zelt verschloss zur Seite, um mit der anderen Hand auf die Mitte des Raums zu deuten, dort knieten zwei sehr junge fast vollständig nackte Mädchen auf dem Boden, und starten mich musternd an. Ich ging auf die beiden Mädchen zu, worauf der Kerl einfach wortlos wieder verschwand.

Die beiden Mädchen fingen sofort an, an mir rumzufummeln und versuchten mich auszuziehen. Ich versuchte mit den Händen das ganze abzuwehren, doch die beiden ließen sich nich dabei stören und machten einfach weiter. Daraufhin versuchte ich die Hände eines der beiden Mädchen festzuhalten, worauf mir die andere eine ordentliche Ohrfeige verpasste.
booah war ich geschockt, ich ließ sie dann erstmal machen, und sie zogen mich komplett aus. Sie brachten mir dann eine Art weiße Tunika die ich anziehen sollte.

Ab da hab ich Tagelang nix mehr von diesem brutalen Grobian aus der Wüster gehört oder gesehen. Die beiden Mädchen waren, bestimmt so über drei Wochen lang, meine einzigen Bezugspersonen. Sie lehrten mich in ihrer Sprache, gaben mir zu essen und zu trinken, und versuchten mir, allen ernstes einzureden, ich wäre von nun an eine Sklavin. Oder Kajira, so wie sie es nannten.

Während der ganzen Zeit hatte ich das Zelt nicht mehr verlassen können, im Zelt konnte ich mich zwar frei bewegen, nur halt ebend nich raus. Entweder haben mich die Mädchen abgehalten, oder es stand eine Wache davor.
Nach, so geschätzten vier Wochen, öffnete sich früh morgens der Zelteingang, und zwei Männer kamen herein. Einer der beiden erkannte ich sofort wieder, er hatte mich hierher gebracht, den andern kannte ich nich. Sie gingen Zielstrebig auf mich zu, mir wurde ganz Mulmig, sie fingen an über mich zu reden, obwohl ich etwas Goreanisch gelernt hatte, konnte ich nicht viel von dem verstehen was sie redeten, aber das es um mich ging war eindeutig. Der eine von beiden, den sie, wie ich später lernte, „erstes Schwert“ nannten, beugte sich zu mir runter und legte mir eine Kette um den Hals. Ich versuchte gar nicht erst mich zu wehren, kam mir aber sehr gedemütigt vor.
Die beiden schienen sich dann über irgendetwas einig zu sein, wie gesagt, ich hab die Unterhaltung nicht wirklich verstanden, worauf der andere, wie sich später herausstellen sollte der Kommandeur des ganzen Lagers, das Zelt verließ.
Der andere, den sie das erste Schwert nannten, ein ungehobelter ungewaschener Rüde mit außerordentlich schlechten Manieren, setzte sein wohl fiesestes Grinsen auf, riss mich mit einer ungeahnten Brutalität an der Kette zu sich hoch, und gab mir mit einem rauen Tonfall zu verstehen das ich ihm folgen sollte. Voller Angst lief ich ihm also an der Kette hinterher, hatte ich doch eh keine andere Wahl. Ohne Rücksicht auf mich zu nehmen schlief er mich hinter sich her, wir verließen das Lager, durchquerten die Wüste, und kamen Stunden später in einer kleinen Ansiedlung an. Dort zehrte er mich in ein Haus, es war irgendwie Medizinisch eingerichtet, an den Wänden hingen medizinisch anatomische Bilder wie man sie von Arztpraxen her kennt, Regale mit Medizinflaschen und jede menge Bücher sowie ein Tisch mit medizinisch aussehenden Instrumenten dominierten den Charakter des Raumes.
Eine fast vollständig verschleierte Frau schien bereits auf uns zu warten, sie deutete mir mit einer Handbewegung an das ich in einen separaten Raum gehen solle, der Kerl nahm mir die Kette vom Hals ab, und verlieh der Aufforderung dieser Frau besonderen Nachdruck in dem er mich brutal in die Richtung des Raumes schupste.

Die fremde Frau kam mir in den Raum nach, forderte mich auf, mich meiner Tunika zu entledigen, und mich auf die Pritsche zu legen. Durch ihren Schleier konnte man ein angenehm warmes lächeln erahnen, so fühlte ich mich einigermaßen sicher und kam ihrer Aufforderung nach. Sie fing an mich zu untersuchen, sie ging dabei sehr behutsam vor, aber auch sehr gründlich. Die Untersuchung im Genitalbereich empfand ich als äußerst unangenehm, und obwohl sie das zu bemerken schien, führte sie ihre Untersuchung unbeirrt weiter. Zum Schluss gab sie mir noch eine Spritze, vor der ich ziemlichen Bammel hatte, nur wegen ihrer beruhigende Art aber auch die Angst davor was der Kerl, der im anderen Raum wartete, mit mir machen würde, ließ mich beim Spritzen still halten.
waaaaa hat das vielleicht gebrannt.....den piecks spürte ich kaum, aber das Zeug was sie mir spritzte, brannte fürchterlich.
Anschließend reichte sie mir noch eine Becher mit Weinähnlicher Flüssigkeit den ich austrinken sollte. Iiiiigit...., schmeckte das Zeug scheußlich. Die Frau verließ den Raum, und redete mit dem Kerl im Vorzimmer. Von der Unterhaltung hab ich nur Bruchstücke verstanden, sowas wie ungeöffnet und weiße Seide oder so?, Ich zog mir indes wieder die Tunika an, und ging vorsichtig wieder in den Vorraum zurück. Der Kerl sah mich mit einem breitem Grinsen im Gesicht an, legte mir wieder die Kette um den Hals, und wir marschierten den ganzen Weg wieder ins Lager zurück.

Im Lager angekommen, ging es aber diesmal nicht wieder ins große Zelt zurück, sondern in ein etwas kleineres. Der Typ machte mir unmissverständlich klar, das ab nun meine Ausbildung beginnen würde. welche Ausbildung???? nun das sollte mir schon sehr bald klar werden, ich musste Ställe ausmisten, Wasser holen, Kleidung vom ganzen Stamm waschen, nähen, kochen, und Geschirr spülen, und noch vieles mehr. Immer wenn ich etwas falsch machte wurde ich sehr harsch angebrüllt, bekam als Strafe nix zu essen, und musste in einem Käfig schlafen.
Freizeit hatte ich gar keine, ich musste von vier Uhr früh bis halb eins Nachts Arbeiten, und wenn es was für mich zu essen gab, war es ein widerlicher breiartiger Batz von irgendwas, vielleicht noch ein Stück Brot dazu.
Das schlimmste aber, waren wohl die Ständigen Standortwechsel, wie Nomaden reisten wir immer durch die Gegend, wobei wir Sklavenmädchen immer das meiste schleppen mussten. Obwohl wir die meiste Zeit in der Wüste unterwegs waren, schlugen wir diesmal die Zelte auf einer Waldlichtung in der nähe eines Dschungels auf.

Eines morgens meinte der Typ zu mir, es wird langsam Zeit das ich einen Serve lerne, ich sollte ihm einen Paga servieren. Nun, die geradezu widerlich überdrehte Art der anderen Sklavenmädchen ihre Herrn zu bedienen, hatte ich zwar schon mitbekommen, wusste also wie er das wohl von mir haben wollte, nur hatte ich keine Lust drauf ihm so in den Arsch zu kriechen. Also ging ich los, grif mir den dreckigsten Becher den ich finden konnte, spuckte noch rein, fühlte ihn dann halb mit Paga, brachte ihm den Becher, und ohne Gebet, ohne auf die Knie zu sinken, überreichte ich ihm den Becher. Mit so was hatte er wohl nicht gerechnet, fassungslos sah er mich minutenlang an, man vermochte gut zu erkennen das er nach Worten suchte, ihm aber sichtlich nix dazu einfiel. Ich fühlte mich in diesem Moment recht stark, ob gleichwohl mir gleichzeitig klar wurde, sobald er sich wieder gefangen hatte, es mir mit Sicherheit sehr schlecht ergehen würde. Doch dazu kam es gar nicht mehr....

wie aus heiterem Himmel traf ihn plötzlich ein Pfeil in den Arm, das Lager wurde angegriffen, von wem wusste ich da noch nicht. Da aber das Lager zu dem Zeitpunkt mit nur zwei Männern und einigen Kajirae besetzt war und somit nicht wirklich verteitigungsfähig , entschied sich dieses „erste Schwert“ zur Flucht, oder nee das nennt man ja Rückzug. Mit einem wütenden Gesichtsausdruck sah er mich kurz an, und lief dann an mir vorbei ohne sich weiter um mich zu kümmern. Die spärliche Besatzung des Lagers sammelte sich in der Mitte, bereit zum Rückzug. Eine aufgeregte Kajira kam hastig auf mich zu gerannt, mit Panik in ihrer Stimme schrie sie irgendwas, was wie Panther oder so klang, und deutete mir an das wir alle Flüchten sollten. Ich weis nicht genau wieso, aber ich blieb einfach stehn, aus irgendeinem Grund, vermutlich Instinkt, hatte ich vor den Angreifern keine allzu große Angst, nun ja, schließlich traf der erste Pfeil das erste Schwert. Und den Typen schien es auch nicht weiter zu interessieren wo ich blieb, er nahm seine Truppe und führte sie aus dem Lager raus. Zurück blieb ich, ....ganz allein.

Unbeirrt von dem Geschrei und den umher fliegenden Pfeilen lief ich in das Zelt von dem Typen, und fing an in seinen Feldkisten zu nach dem Schlüssel zu stöbern. Den Schlüssel für diesen blöden Kragen den ich umgelegt bekommen hatte. Als ich ihn endlich gefunden hatte, spürte ich, das jemand hinter mir stand. Ich drehte mich um, und da stand sie, nur spärlich mit Lederfetzen bekleidet, stolz und aufrecht, nicht so jämmerlich kniend wie eine Kajira, bewaffnet mit Bogen Speer und Dolchen.
Es war das erste mal das ich einer Panther gegenüber stand. Ich hatte bislang nur von ihnen gehört, gesehn hab ich noch nie eine, ich kannte bis dahin nur die Geschichten aus Erzählungen.

Wir beide starrten uns für einen kurzen Augenblick an, ihr Blick viel sofort auf meine Hand in der ich den Schlüssel für das verfluchte Collar hielt. Sie ging auf mich zu nahm mir den Schlüssel aus der Hand, stellte sich hinter mich, und schloss das Collar auf, sie nahm es mir ab, und feuerte es samt Schlüssel in die Ecke. Ich fühlte eine ungeheurere Erleichterung in mir aufsteigen als sich dieser Stahlring von meinem Hals löste. Das schien auch die Panther aufgefallen zu sein, sie lächelte mich nur an, nahm meine Hand, und führte mich raus aus dem Camp. Während die anderen Panther noch das Camp plünderten, steuerte sie mit mir an der Hand zielstrebig in den Dschungel. Auf geheimen Pfaden, weit ab von der üblichen Handelsstraße führte sie mich quer durch das Dickicht bis hin zu einer tiefen Schlucht die durch einen reisenden Fluss durchtrennt wurde. Wir gingen auf einen schmalen Holzsteg zu, der über diese Schlucht führte. Diese Panther, die sich mir mit „Verena“ vorstellte, hielt mich fest an der Hand und zeigte mit ihrer rechten Hand über diese Schlucht hinweg, und man konnte mit etwas Mühe ein recht gut verstecktes Holztor erkennen.
Sie sah mich würdevoll an, und sagte nur „Ja´hesa me Seraka „ was immer das auch zu bedeuten hatte, Freudentränen kullerten mir über die Wangen und ich fühlte mich endlich, endlich seit Monaten, wieder wie zu Hause. Obwohl ich noch nie zuvor hier war, obwohl ich diese fremde Frau noch nie zuvor gesehn hatte, obwohl diese feindlich wirkende Wildnis eher einen bedrohlichen Charme hatte, spürte ich im tiefsten Innern, das ist mein neues Zuhause, hier kann ich bleiben.

***Copyright: Kaya Anatra***

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