Donnerstag, 4. September 2008

Zeus – Geschichte eines Kriegers – Teil 2

Dieser Beitrag wird mit freundlicher Genehmigung von Zeus Edelman genutzt und veröffentlicht.

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Zeus – Geschichte eines Kriegers – Teil 2

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Herumirren

Zeus erreichte die Oase der Vier Palmen relativ spät. Es wurde schon dunkel, und bevor er irgendwo im Dschungel schlafen musste, hielt er die Oase doch für angenehmer. Einmal angekommen, verschlug es ihn auch direkt in die Taverne. Müde und ausglaugt von der langen Reise, der Irritation, die noch immer in ihm herrschte, versuchte er sich bei einer Schale Paga zu entspannen. Die Taverne war leer, wie oft in der Oase. Nur eine blonde Sklavin bediente, und Zeus lies sie zu seinem Vergnüngen Tanzen. Still betrachtete er eine Weile ihre Bewegungen, und sprach mit ihr über viele Dinge. Als die Zeit kam, um zu gehen, kam wie durch Zufall das Thema auf den Stamm der Aretai, der lange verschollen war. Die Aretai waren wieder da, und die Kavar hatten sich verbündet. Zeus verliess die Taverne umgehend, denn es war ein altes Pflicht- und Ehrgefühl, was in dazu brachte nun ein altes Vesprechen einzulösen.

Versprechen

Er irrte durch den dichten Dschungel Südlands. Ab und an war ein Rascheln in den Büschen zu vernehmen. Panther? Larl? Was auch immer es war, Zeus setzte seinen Fussmarsch viele Pasang unbeirrt fort.
Er kam wieder am Bakah Lager an. Denn dort, so hörte er, soll sich derzeit auch Sylvie, die ehemalige Tatrix der Bakah, aufhalten. Die Bakah, skeptisch wie eh und je, gewährten ihm einlass, um mit Sylvie zu reden. "Ich komme, um mein Versprechen, was ihr dir als Krieger gegeben habe, in der Nacht, als wir uns das Salz geteilt haben, einzulösen. Die Aretai sind wieder da, und ich kenne Namen und Aufenthaltsorte". Obwohl Teile dieser Information natürlich schon längst bekannt waren, gab es einiges neues, was für die Bakah und die Kavar von Interesse sein dürfte. Zeus hat wieder gefühlt, was Ehre bedeutet. Was es bedeutet, Wort zu halten. Ehre kann jeden Schmerz lindern. Auch nach langer Zeit.

Ziellos

Zeus verbrachte nun noch einige Zeit im Südland, lernte Land und Leute kennen, sah, dass die Region quasi von Panthern überrannt wird. Er grübelte lange über sich selbst, und sein tun, und wonach er sucht. Er musste eine Antwort finden, auf seine Fragen. Nach einigen Nächten fand er sie. Er musste wieder der alte Zeus werden, der Krieger, der von vielen geachtet wurde. Also musste er seinen Status wieder herstellen.

Der Ursprung

Port Kar, sein Geburtsort. Hier würde er vielleicht seine Ehre wiedererlangen können. Die Kastenzugehörigkeit, die ihm so viel bedeudet. Und man gab sie ihm. Er fand was er suchte. Er hatte seinen Frieden gefunden. Die Reise zurück in die Vergangenheit hilft manchmal, um sich wieder selber zu finden. Zeus war wieder ein Krieger der roten Kaste. Stolz, und doch emotional. Er machte sich wieder auf und reiste zurück ins Südland

Panther

Wieder im Südland angekommen, landete er direkt in einer politischen Krise. Die Torvis Panther hatten den Handelsposten besetzt, und die Wachen der Oase haben diese vertrieben. Alles bereitete sich auf eine Belagerung der wütenden Panther vor. Klingen wurden geschärft, die Sehnen der Bögen erneuert. Vorräte herbeigeschafft und rationiert. Zeus schaute sich ein wenig um. Irgendwie fühlte er sich aber nicht mehr mit der Region und den Kavar verbunden. Irgendetwas nagte in in ihm. Er traf eine Entscheidung.

Neubeginn

"Manchmal muss man zwei Schritte zurück gehen, um einen Vorwärts gehen zu können". Zeus musste seine Ruhe finden, etwas neues, fernab von all dem was passiert ist. Er hat sich selber wieder gefunden. Zeus, der starke Krieger, der Mensch der er früher war. Er stieg auf seinen Tarn, und flog nach Saphronicus, den Ort, den er neulich noch besucht hatte, in dem sein alter Freund Suca lebt. Dort vielleicht wird er seinen Neuanfang bestreiten. Er hat die Hoffnung nicht aufgegeben, sich nicht selber aufgegeben. Das ist es was zählt. Zeus ist ein Krieger. Er wird immer einer sein, und kämpfen, bis in den Tod, für das was er begehrt.


***Copyright: Zeus Edelman**

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