Donnerstag, 4. September 2008

Zeus – Geschichte eines Kriegers – Teil 3

Dieser Beitrag wird mit freundlicher Genehmigung von Zeus Edelman genutzt und veröffentlicht.

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Zeus – Geschichte eines Kriegers – Teil 3

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Ankunft

Das Klima ist das, an was sich Zeus langsam gewöhnen musste. Der lange Flug auf seinem Tarn führte ihn über die Städte Tasra, Torcadino. In Ar machte er eine kurze Rast, aber nach nur einer Nacht flog er wieder weiter, passierte den Vosk, und gelang recht schnell zur Festung von Saphronicus. Das Wetter war gemässigt, kühl, windig. Ganz anders als er es aus der Wüste gewohnt war. Es fing an zu regnen. Am Horizont konnte er die hohen Mauern der Festung erkennen. Mit dem Tarnstab veranlasste er sein Tier tiefer zu fliegen. Irgendetwas schien nicht zu stimmen. Es herrschte hektischer Betrieb innerhalb der Festung. Schon von weitem hatte er ein Glockenleuten vernommen.

Biester

Zwischen den einzelnen Gebäuden und Türmen konnte Zeus Personen ausmachen. Es waren halbnackte Frauen, mit Bögen in der Hand. "Panther!" fauchte er, und merkte wie sein Tarn seine Muskeln anspannte, so als ob er es verstehen würde, das es vielleicht zu einem Kampf kommen wird. Zeus lies seinen Tarn unbeirrt eine weile über die Festung kreisen. Er vermutete, dass sein sein alter Freund, Sucarab, aus der gemeinsamen Zeit bei den Tahari Nomaden, in dieser Festung seinen Heimstein hat. Für Sucarab würde er sein Leben riskieren. Aber nicht für einen fremden Heimstein, zu dem er keinen Bezug hat. Es dauerte eine ganze weile, man ignorierte ihn, bis er auf einmal Sucarab vor einem Gebäude erspähen konnte. Er war umgeben von zwei Biestern, seine Hände gefesselt. Das war der Zeitpunkt einzugreifen!

Angriff

Sein Tarn landete auf einem der höheren Gebäude. Für einen kurzen Moment meinte Zeus Asha wahrgenommen zu haben, die Sklavin von Sucarab. Aber dafür war jetzt keine Zeit. Er stieg von seinem Tarn, und in dem moment zischten auch schon die Pfeile an ihm vorbei. Sofort sprang er wieder auf den mächtigen Tarn, stachelte ihn mit dem Tarnstab an sofort loszufliegen. Im Pfeilhagel gelang die Flucht, allerdings wurde anscheinend das Tier leicht verwundet, so dass es ratsam war, nach einer kurzen Distanz eine schnelle Landung hinter ein paar Bäumen einzulegen. Die Landung war relativ unsanft, so dass Zeus für ein paar Minuten das Bewusstsein verlor.

Taktik

Zeus öffnete die Augen. Stille. Wind. Regen. Sein Tarn sass in seiner Nähe, und leckte an seinen Wunden, die letzendlich doch nicht so schlimm waren wie Zeus es im ersten Moment vermutet hatte. Benommen stand er auf, schaute durch die Bäume auf die Festung. Es war ruhig. Er hatte keine Ahnung, wie lange er bewusstlos war. Nach einer Weile fühlte er sich wieder kampffähig, und wirkte fest entschlossen Sucarab zu helfen. Als gemeinsame Bakah Krieger haben sie viele Schlachten zusammen geschlagen. Soetwas vergisst man nicht. Aber er brauchte eine Taktik. Der Pfeilhagel der Panther machte eine Landung in der Festung unmöglich. Was wäre, wenn er es schaffen würde, die Biester abzulenken, damit Sucarab eine Chance zur Flucht hat? Er stieg wieder auf seinen Tarn, und das Tier erhob sich samt Krieger in die Lüfte.

Flucht

Er kreiste erneut eine weile über die Festung, versuchte mit zusammengekniffenen Augen Sucarab zu entdecken. Da stand er. Noch immer umringt von zwei Panthern. Zeus überlegte nicht lange, nahm seine Armbrust, und flog einen Angriff auf die Biester. Der erste Angriffsflug hatte sie noch überrascht, sie wirkten hilflos beim Versuch herauszubekommen, wo die Bolzen herkamen, die knapp neben ihnen in den Boden und die Häuserwände einschlugen. Bei Zeus zweitem Angriffsflug erwiederten sie das Feuer. Zeus wollte nicht unbedingt treffen, er wollte die Panther nur ablenken. Und es gelang. Er sah, wie Sucarab weglaufen konnte, und sich in einem Turm versteckte. Direkt über einem Tor. Die Panther waren ausser sich, und jagten Zeus, der nun versuchte die Biester vom Tor wegzulocken. Auch dies gelang nach einer kurzen Weile. Er sah wie Sucarab durch das glücklicherweise offene Tor herausrennen konnte, zu den Höhlen, die sich wunderbar als Versteck eignen. Es war geschafft.

Verstecken

Wieder war es nun nötig, gegen die Übermacht der aggressiven Panther das Weite zu suchen. Zeus flog seinen Tarn wieder Richtung Wald, und an einer Lichtung landete er das Tier. Hier ist jetzt Zeit für eine Rast. Der Kampf hatte ihn und seinem Tarn viel Kraft gekostet, auch weil sie bereits eine lange Reise hinter sich hatten. Morgen würde er schauen, ob die Belagerung der Stadt durch die Biester beendet ist. Und auch seinen alten Freund wiedertreffen. Vielleicht findet er hier seinen neuen Heimstein. Eine Festung. Krieger. Schlachten. Ehre und Stahl. Das ist es, wonach Zeus sich sehnt. Auch sein Tarn schien sich bei dem Klima viel besser zu fliegen, als noch in der Wüste und deren Ausläufern. Zu arg setzte ihm die Hitze immer wieder zu.

Zeus suchte sich im Wald eine gut geschützte Stelle aus, holte eine Decke aus dem Gepäck von seinem Tarn, schickte das Tier nun zum fressen davon. Im Licht der drei Monde Gors legte er sich auf die Decke, beobachtete wie im Mondschein die Baumkronen hin und her wiegen. Sein Tarn verschwand als kleiner Punkt im Nachthimmel. Zeus schloss die Augen, und schlief langsam ein.

***Copyright: Zeus Edelman**

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