Sonntag, 28. Dezember 2008

Das Kastensytem von Gor

Auch zu finden unter "Grundpfeiler von Gor" oder "Kasten"

Das Kastensystem auf Gor bildet einen wichtigen Teil der goreanischen Gesellschaft. Die Kastenzugehörigkeit regelt das Leben in einer Stadt und dem sozialen Umfeld, die Kontakte und die Privilegien einer Person. Die Goreaner sind stolz auf ihre Kaste und erfüllen mit Freude ihre Aufgaben dort. Jeder Angehörige einer Kaste sieht sich und seine Arbeit als wichtigen und wertvollen Bestandteil in der Gesellschaft an und ist loyal gegenüber seiner Kaste.

Die meisten Goreaner nehmen das Kastensystem sehr ernst. Es ist offensichtlich eines der sozial stabilisierenden Kräfte auf Gor. Es dient dazu, die Verrenkungen, Enttäuschungen und Tragödien mobilerer Systeme zu reduzieren, in denen den Menschen gesagt wird, dass sie Versager sind, wenn es ihnen nicht gelingt, große Summen von Geld oder eine Karriere in einer kleinen Anzahl prestigeträchtiger Berufe zu machen. Das System hilft auch dabei, Männer mit großer Energie und hoher Intelligenz in einer großen Vielfalt von Berufen zu beschäftigen und damit seine Austrocknung von solchen Männern zu Gunsten einer kleinen Zahl oft künstlich erwünschter Berufe zu verhindern, die schwächere Männer hinterlässt, oder frustrierte Männer, und es lässt sie durch hunderte verschiedene Künste das Überleben und die Pflege praktizieren, die wichtig für eine überlegene Zivilisation sind.“ (Die Tänzerin von GOR, S. 186-187)

Ein freier Goreaner wird in eine Kaste hineingeboren. Auch wenn die Eltern verschiedenen Kasten angehören sollten, wird das Kind zuerst der Kaste des Vater angehören. Nach Erreichen der Volljährigkeit kann man die Kastenzugehörigkeit wechseln. Mit der Geburt erhält man automatisch auch die Privilegien dieser Kaste obwohl es noch nicht sichergestellt ist, ob man dann später auch den Beruf / einen der Berufe der Kaste ausüben kann. Im Allgemeinen muss man eine Lehre absolvieren um im Beruf arbeiten zu können, nur bei den Kasten der Wissenden, Spieler und Attentäter muss man sich richtig bewerben. Bei der Kaste der Ärzte gibt es eine weitere Besonderheit: bei erreichen des 15. Lebensjahres bekommt eine Frau der Ärzte-Kaste zwei Armreifen. Diese werden ihr bei der Geburt ihrer ersten beiden Kinder wieder abgenommen. Erst nach der Geburt von zwei Kindern darf sie den Beruf der Ärztin ausüben.

Es ist schwer innerhalb einer Kaste aufzusteigen, aber möglich. Die Kaste zu ändern ist auch nicht einfach. Bei einer freien Gefährtenschaft ist es für eine Frau leicht die Kaste zu wechseln. Die Frau kann dann wählen, ob sie ihre Kaste behält oder die ihres Gefährten annimmt. Wobei auch hier gilt: um in der neuen Kaste arbeiten zu können, muss man eine Ausbildung absolvieren. Die Zugehörigkeit zu zwei Kasten ist nicht möglich!

Die Kasten werden in hohe und niedere Kasten aufgeteilt. Zu den hohen Kasten, fünf sind es genau, gehören die Wissenden, die Schriftgelehrten, die Hausbauer, die Ärzte und die Krieger. Zu den niederen Kasten gehören z. B. die Attentäter, Kosmetiker, Rencebauern, Lederarbeiter, Händler, Metallarbeiter, Musiker, Bauern und Tarnzüchter, aber es gibt noch viel mehr dieser niederen Kasten. Die meisten Kasten haben sogenannte Unterkasten, zu den Schriftgelehrten gehören z.B. auch die Kartografen oder zu den Händlern die Sklavenhändler. Nicht alle Kasten sind in den Büchern ausführlich beschrieben.

Jede Kaste hat ihre eigenen Kastenfarben, ihre Gewänder weisen sie somit als Angehörige einer bestimmten Kaste aus und tragen sie mit Stolz. Freie Frauen tragen nicht immer und überall die Kastenfarben, meist nur zu offiziellen und/oder zeremoniellen Anlässen. Eine Liste der Kasten und der dazugehörigen Farben findet ihr in der zweiten Notecard.

Zusätzlich zu den Kastenfarben hat jede Kaste ihren eigenen Kastenkodex und lebt nach diesem. So unterschiedlich wie die Farben der Gewänder sind auch die Inhalte der Kodizes. Man erhält bei der Geburt Papiere, die einen Goreaner als Angehörigen der Kaste ausweisen und somit kommt man auch in den Genuss der Privilegien und Sozialleistungen, die einem die jeweilige Kaste bietet. Die verschiedenen Kodizes sind nicht bekannt, nur der Kodex der Krieger wurde in den Bücher detaillierter beschrieben.

Einige Goreaner haben keine Kastezugehörigkeit, dazu gehören die Bewohner der Wüstenregionen (Tahari), die Torvaldsländer, die Bewohner des Dschungels von Schendi, die Roten Wilden und die Wagenvölker. In den Augen der Goreaner aus den Städten leben diese Menschen als Barbaren auf Gor. Nicht zu vergessen sind dann noch die drei Gruppen, die auch noch auf Gor existieren: die Priesterkönige, Geächteten und Sklaven. Alle sind kastenlos, selbst wenn die Geächteten und Sklaven früher einmal einer Kaste angehörten, verlieren sie diesen Status, sobald sie geächtet bzw. versklavt werden.


***Copyright: Syleena Sheridan***

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