Sonntag, 28. Dezember 2008

Gesetze auf Gor - Freie Frauen

Gesetze der Freien Frauen

Die goreanischen Männer begegnen Freien Frauen mit Ehre, Respekt und Höflichkeit, besonders den Frauen von hohem Rang oder hoher Kastenzughörigkeit.

"Eine freie Frau ist unvergleichlich wertvoll. Sie steht tausendmal und mehr über einer bloßen Sklavin." (Die Spieler von GOR, S. 92)

"Es gibt zum Beispiel, keine höher stehende Person, niemand der mehr respektiert wird als die goreanische freie Frau." (Die Jäger von GOR, S. 311)

Dennoch gibt es einige Gesetze, ob geschriebene oder ungeschriebene, die das Leben einer Freien Frau in der goreanischen Gesellschaft regeln. Viele sind regions- und städtespezifisch. Auch Konventionen und Einschränkungen schützen und regeln das Leben einer Freien Frau.

Viele Städte haben strenge Regeln für die Frauen. Manche, wie Ko-Ro-Ba sind eher lockerer und räumen den Freien Frauen mehr persönliche Freiheiten ein.
Generell kann man sagen, dass viele der unten aufgeführten Passagen aus alten Überlieferungen stammen oder gar lang gepflegte Gebräuche sind. Nicht alles sind feststehende Gesetze, die immer und überall gelten.

"Gesetze"


1.
Viele Städte haben ein Gesetz indem geschrieben steht, dass Freie Frauen Roben der Verhüllung sowie Schleier tragen müssen. Dies ist aber nicht üblich. Jede Stadt oder jede Region hat verschiedene Gesetze zur Kleidung einer Freien Frau. Meist wird von den Freie Frauen nur erwartet, dass sie sich züchtig kleiden und wenig oder keine Haut zeigen, bzw. Zu offenherzig sind mit ihren Reizen. Missachtung dieser, teilweise ungeschriebenen Gesetze, kann zu einer Verklavung führen. Daher wird stets empfohlen Schleier zu tragen und auch eine hochgeschlossene Robe.

2.
Das Entblößen das Gesichts gegen den Willen der Freien Frau, also das Entfernen des Schleiers, ist ein Verbrechen auf Gor.

3.
Falls eine Freie Frau sich wie eine Sklavin in der Öffentlichkeit verhält oder ein allzu grosses Interesse an dem Sklaventum zeigt, wird das als Unterwerfung gewertet und sie kann versklavt werden. Solche Entscheidungen werden aber meist von den Stadt-/Regions-Oberhäuptern in einer Anhörung überprüft und bestraft. Dies ist aber, wie viele anderen Dinge hier auch, städte- oder regionsspezifisch. Das Aufführen sinnlicher Tänze sowie Unanständigkeit und die vorher genannte Kleidungsordnung und die nachfolgend genannten Dinge gehören dazu und können zu einer Anhörung mit nachfolgender Versklavung führen.

4.
Betrug, Diebstahl, Landstreicherei und Prostitution sind Verbrechen, die in einer Anhörung besprochen und geahndet werden.

5.
Freie Frauen verhalten sich Männern gegenüber oft beleidigend oder frech, dies ist aber kein legaler Grund (nicht als solcher in den Büchern beschrieben) eine Frau zu versklaven. "Eine freie Frau kann oft einen Mann ungestraft verärgern, da sie vornehm und frei ist, diese Freiheiten werden einer Sklavin selten gewährt." (Die Blutsbrüder von GOR, S. 221)

6.
Eine Freie Gefährtenschaft ist ein Vertrag zwischen zwei Freien, der für eine Dauer von einem Jahr geschlossen wird. Dieser Vertrag muss am Jahrestag erneuert werden, er verlängert sich nicht automatisch. Ein solcher Vertrag wird nur durch Tod oder Versklavung eines Partners ungültig/gelöst. Eine Frau kann die Kastenzughörigkeit wechseln, muss sie aber nicht. Nicht in allen goreanischen Städten gibt es diese Art von Vertrag (Beispiel: Port Kar).

7.
Freie Frauen können erst ihre Tätigkeit als vollausgebildete Ärztin aufnehmen, wenn sie zwei Kindern das Leben geschenkt haben. (Anm.: siehe auch "Gesetze der Kasten")

8.
Kaissa, das goreanische Schachspiel, ist nur für Männer geeingnet. Frauen ist es verboten Kaissa zu spielen.

9.
Eine Freie Frau darf Waffen tragen, diese sollten allerdings ihrer körperlichen Konstituion entprechen. Üblicherweise benutzen Freie Frauen Dolche und vergiftete Haarnadeln. Manche Frauen sind auch im Umgang mit Bögen geübt. Alle Waffen werden verborgen getragen, um so einen Überraschungseffekt zu haben. Dies ist meist die einzige Chance für eine Frau, ihre körperliche Unterlegenheit zu kaschieren.

10.
Wenn eine Frau zum zweiten Mal des Diebstahls überführt wurde, kann sie nach Urteil des Magistrats oder einer anderen hohen Einrichtung der Stadt öffentlich versklavt werden.

11.
Schulden können bei einer Freien Frau auch mit der Versklavung enden. Wenn ein Gläubiger ihre Schulden aufkauft und einziger Gläubiger von ihr ist, ist sie seinem Willen ausgeliefert. Des Weiteren kann auch ein Vater seine Tocher als "Bezahlung" der Schulden in die Sklaverei verkaufen.

12.
Freie Frauen knien auch auf Kissen nieder, wenn sie sich setzen möchten. Diese kniende Stellung ist ähnlich der Tower-Position von Sklavinnen, wobei die Freien Frauen ihre Handflächen züchtig nach unten auf ihren Schenkeln platzieren. Freie Frauen sitzen nicht im Schneidersitz.

13.
Das Knien in einer Sklavenüblichen Position oder gar das Ansprechen eines Freien Mannes als "Herr" reicht aus, um eine Frau zu versklaven. Diese Handlungen werden als Unterwerfung interpretiert.

14.
Vergnügungsseide oder generell Sklavenkleidung ist für Freie Frauen verboten. Es darf nicht von ihnen getragen werden, da es als zu sinnlich betrachtet wird. Die kann den Eindruck erwecken, dass die Freie Frau sich wie eine Sklavin fühlt, was wiederum zu einer Verklavung führen kann.

15.
Das Beischlaf-Gesetz besagt, dass jede Freie Frau versklavt werden kann, wenn sie mit einem Sklaven schläft, der nicht ihr eigener ist. Selbst die Vorbereitung zum Beischlaf wird als Grund für die Versklavung angesehen, sexuelle Handlungen sind dafür nicht notwendig. „Jede freie Frau, die mit einem Sklaven eines anderen Herrn schläft, oder sich vorbereitet mit dem Sklaven eines anderen Herrn zu schlafen, wird selber zur Sklavin und die Sklavin des Herrn des Sklaven.“ (Die Zauberer von GOR, S. 7)

16.
Eine Freie Frau kann sich jederzeit vertraglich dazu verpflichen für eine bestimmte Zeit eine Sklavin zu sein. Die Dauer eines solchen Vertrages kann zwischen einer Nacht und einem Jahr liegen. Es gibt in den Büchern keine ausführliche Beschreibung für ein solches Vorgehen, daher ist vieles ungeklärt.

17.
Jede Freie Frau hat das Recht sich selbst in die Sklaverei zu verkaufen. Dies ist eine Entscheidung, die sie nach Abschluss des Geschäfts nicht mehr rückgängig machen kann.

18.
Es gibt kein Gesetz, was Freien Frauen verbietet eigene Sklaven besitzen zu dürfen. Sie können sowohl männliche wie auch weibliche Sklaven als ihr Eigentum bezeichnen.

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Nachgehend zu den oben genannten Gesetzen haben die Freien Frauen auch einige Konventionen und Einschränkungen in ihrem Leben auf Gor.

Die Konventionen und Einschränkungen sind nicht so bindend wie die Gesetze, sie entspringen der Tradition der Goreaner. Dennoch halten sich die Frauen daran, weil es auch von ihrem Ehrgefühl verlangt wird und sie stolze goreanische Frauen sein wollen. Beides wird allgemein respektiert. Goreaner fördern die Einhaltung der Konventionen und Einschränkungen und auch von Seiten der Frauen erwartet, diesen zu folgen.

1.
Wenn ein Mann einer Frau, ganz gleich welche Kaste sie hat, das Leben rettet, hat der Mann die Möglichkeit die Frau zu versklaven. Normalerweise stellt sich kein Krieger der Stadt oder die Familie der Frau gegen diese Konvention. Die Frau hat ihr Schicksal zu akzeptieren.

2.
Sklavenraub ist eine weitverbreitete Methode um seine eigene Sklavenkette aufzustocken. Der Raub einer Frau aus einer anderen Stadt wird von dem Heimstein des Räubers im Allgemeinen akzeptiert und die neue Sklavin als solche anerkannt. Frauen des eigenen Heimsteins zu rauben ist nicht legal auf Gor. Die Stadt hat das Recht die Frau zu verteidigen, da sie unter dem Schutz ihres Heimsteins steht. Trotzdem wird ein solcher Raub auch anerkannt, da ein solcher Teil des goreanischen Lebens ist.

3.
Einige Städte verbieten ihren Freien Frauen das Haus ohne Erlaubnis des Gefährten oder männlicher Verwandter zu verlassen. Es ist auch bekannt, das manche Städte nur Kontakt mit den eigenen Familienanghörigen pflegen dürfen.

4.
Außerhalb ihres Heimsteins oder ihrer Stadt dürfen Freie Frauen nur in Begleitung von einer ausreichenden Anzahl Stadtwachen oder Kriegern reisen. Nicht nur außerhalb der Stadt verlassen sich die Freien Frauen auf ihre Wachen, auch innerhalb nehmen sie den Dienst in Anspruch oder lassen sich sogar von einem Leibwächter begleiten. Meist wird der Schutz innerhalb einer Stadt nur von Frauen hohen Rangs oder hoher Kaste in Anspruch genommen.

5.
Frauen ist es erlaub Jagdsport zu betreiben und die dazugehörigen Waffen, eine Armbrust oder einen kleinen, leichten Bogen, zu nutzen. Das Tragen von Jagdleder sowie das Reiten von Thalarions ist ebenfalls erlaubt. Der Jagdsport ist gefährlich und sollte stets in Begleitung von Kriegern oder Wachen erfolgen.

6.
Freie Frauen betreten als erste ein Haus, vor den Männern. Nur Sklavinnen haben hinter den Männern zu gehen.

7.
Goreaner kennen eine Art Karneval. Es ist üblich und auch erlaubt, dass die Freien Frauen dort spielerisch Flirten. Die Frauen erhalten 10 Halstücher, die sie an Männer weiterreichen und dafür einen Kuss erhalten. Siegerin dieses Spiels ist, wer als erste wieder an den Start zurückkommt und ihre Halstücher vergeben hat. Sehr selten verkleiden sich die Freien Frauen während dieser Zeit als Sklavinnen und laufen nackt durch die Stadt. Die meisten Freien Frauen würden dies auf Grund ihrer frigiden Art nicht machen.

8.
Freie Frauen trinken langsam und essen nur in kleinen Bissen. Eine Freie Frau wird selten grosse Bissen z.B. von einem Brot zusichnehmen. Falls doch, dann nur weil sie Männer erregen möchten.

9.
Im Regelfall wird es Freien Frauen selten erlaubt die Sklaventänze zu beobachten. Zum einen um die Frau nicht durch die erotischen und sinnlichen Bewegungen der Sklavin zu beleidigen, aber auch, weil es in der Frau den Wunsch des Sklaventums erwecken könnte.

10.
Der letzte Punkt ist auch die Grundlage, warum Freie Frauen das Theater nicht mögen. Die Aufführungen sind in der Regel sehr vulgär und von Erotik geprägt. Normalerweise besuchen Frauen ein solches Theater nur verkleidet, damit man sie nicht erkennt. Normale, sittsame Theateraufführungen werden dahingegen gern aufgesucht.


***Copyright: Syleena Sheridan***

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