Sonntag, 28. Dezember 2008

Der Heimstein

Einer der der Grundpfeiler der goreanischen Welt ist der Heimstein.

Eine Stadt ist für einen Goreaner nicht nur ein Ort wo sie leben, es ist für sie wie ein lebendiges Wesen, das sie Ehren und mit ihrem Leben verteidigen. Der Heimstein ist für die Bürger die Seele ihrer Stadt. Er ist der Mittelpunkt des Lebens und auch vieler Feste und Rituale auf Gor und vereint alle Menschen der Stadt, egal welcher Kaste sie angehören. Der Heimstein verbindet mehr als es die Kastenzugehörigkeit jemals kann.

„Für ihn ist eine Stadt fast etwas Lebendiges, oder sogar noch mehr als etwas Lebendiges. Sie ist ein Wesen mit einer Geschichte, Steine und Flüsse haben eine solche Geschichte nicht, ein Wesen mit Tradition, einem Erbe, Bräuchen, Ritualen, Charakter, Plänen, Hoffnungen. Wenn ein Goreaner zum Beispiel sagt, er ist ‚von’ Ar, oder Ko-ro-ba, vermittelt er sehr viel mehr, als nur die Information über seinen Wohnort.“ (Der Geächtete von GOR, S. 22)


Die physische Beschaffenheit eines Heimsteins kann vielseitig sein. Die Form, Farbe und Größe des Steins kann variieren. Bei manchen Steinen handelt es sich um sehr kunstvoll verarbeitete Steine, die den Reichtum einer Stadt repräsentieren sollen. Andere hingegen haben einen einfachen Felsbrocken mit dem Anfangsbuchstaben des Stadtnamens als Heimstein.

Egal wie der Heimstein aussieht, für die Goreaner ist er das Symbol für ihre Stadt....der ganze Stolz und das Sinnbild für ihr Territorium. Auch wenn der Heimstein untrennbar mit einem Territorium verbunden ist, kann es passieren, das er bewegt wird. Als Ko-ro-ba zerstört wurde, rettete Tarls Vater Matthew den Heimstein um ihn später als Grundstein für den Neubau der Stadt zu bewahren. So hat die Stadt eine lange Zeit überdauert, in der sie nicht in Vergessenheit geraten ist.

Der Heimstein wird in kleinen Dörfern z.B. unter einem Marktplatz aufbewahrt und bei den Städten findet man ihm meist gut sichtbar aber streng bewacht in einem sehr hohen Turm vor. In den großen Städten befindet er sich im Zentralzylinder. Jeder Bürger einer Stadt oder eines Dorfes sollte nach Erreichen der Volljährigkeit einen Treueeid auf seine Stadt schwören. Dies geschieht in einer Zeremonie, wobei der Heimstein von dem Bürger/der Bürgerin geküsst oder berührt wird und ein Schwur zur Ehrung des Heimsteins geleistet wird.

Im ersten Buch Gors hat Tarl den Auftrag den Heimstein Ars zu rauben. Dies ist auf Gor ein sehr schweres Verbrechen. Die Goreanter betrachten eine Stadt ohne Heimstein als sterbende Stadt, eine Stadt ohne Seele. Derjenige, der den fremden Heimstein gestohlen hat, muss mit Folter und Tod rechnen und gleichzeitig auch mit großem Ruhm in seiner eigenen Stadt.



***Copyright: Syleena Sheridan***

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