Sonntag, 28. Dezember 2008

Kaste der Ärzte/Heiler - lange Version

Die Kaste der Heiler gehört zu den fünf höchsten Kasten auf Gor. Sie kleiden sich in grüne Gewänder bzw. Tuniken.

Heiler genießt hohes Ansehen bei den Bewohnern einer Stadt und besitzt ihre eigenen kleinen Heilerhaueser in jeder Stadt. Grosse Städte haben ein Hospital oder wie in Ar einen Heilerzylinder, wo mehrere Heiler mit verschiedenen Fachrichtungen tätig sind. Die verschiedenen Fachrichtungen werden in den Büchern nicht ausdrücklich als Unterkasten beschrieben, dennoch wäre es eine logische Schlussfolgerung, wenn es Geburtshelfer, Kinderärzte etc. geben wuerde/gibt.
Hospitale sind in der Regel mit Untersuchungsraumen, einer Bibliothek, Krankenzimmern und auch Zimmern für die Ärzte selbst ausgestattet.

Groessere Städte haben neben einem Hospital auch einen Rat der Heiler, mit den sie den gesellschaftlichen und auch politischen Teil der Stadt mitgestalten. Mit diesem Rat sind diese Städte eine abgeschlossene Einheit und autonom gegenüber anderen Städten. Dennoch kommuniziert die Heiler verschiedener Städte miteinander und tauschen sich aus. Eine der wichtigsten Orte dafür ist die Sardar-Messe. Sie findet viermal im Jahr statt und dient dem regen Informationsaustausch, auch unter den Heilern. Neu aufgetretene Krankheiten, Heilungsmethoden und anderes werden dort diskutiert und ausgetauscht. Für die Ärzte ist es ein sehr wichtiges Ereignis.

Unter den Heilern findet man sehr viele weibliche Ärzte. Nach ihrer komplizierten und langwierigen Ausbildung dürfen sie erst den beruf des Arztes vollständig ausüben, wenn sie zwei Kinder geboren haben. Bis dahin sind sie nur eingeschränkt in ihren Tätigkeiten. In den Büchern werden die Einschränkungen nicht beschrieben, aber man könnte Ärztinnen ohne Kinder vielleicht mit Assistenzärzten vergleichen.

Wenn Mädchen der Heilerkaste das 15. Lebensjahr erreichen, erhalten sie zwei Armbänder. Diese müssen sie tragen bis sie zwei Kindern das Leben geschenkt haben. Nah der Geburt eines jeden Kindes, dürfen sie ein Armband entfernen. Ohne diese Maßnahme würden die Ärztinnen vielleicht keine Kinder gebären, da sie sich voll und ganz der Arbeit verschreiben. Diese Bedingung dient vor allem dazu, den Bestand der Kaste und somit auch der goreanischen Gesellschaft zu sichern. Das Wohl vieler wird immer über das Wohl eines Einzelnen gestellt.

Die Heilerkaste steht für viele wichtige Entwicklungen. So haben sie das Stabilisierungs-Serum entwickelt und zusammen mit den Angehörigen der Hausbauerkaste auch den Sklavenstab.

Eine Errungenschaft der Heilerkaste ist das Stabilisierungs-Serum. Dieses Serum verhindert den Altersprozess und verlängert das Leben der Goreaner. Es wurde vor Jahrhunderten von den Heilerkasten aus Ko-Ro-Ba und Ar entwickelt und über die Sardar-Messe verbreitet.

Der Sklavenstab ist eine weitere Erfindung. Sie dient dazu Sklaven zu züchtigen oder gar zu töten. Die Heiler haben bei der Entwicklung des Stabes den physischen Aspekt beigesteuert. Ihr Wissen um die Nervenstränge und Schmerzempfindlichkeit eines Menschen bilden die Grundlage des Sklavenstabes. Die Hausbauerkaste hat ihre Erfahrungen über das Prinzip und die Technik der Leuchtkugeln eingebracht. Der Sklavenstab gleicht sehr dem Tarnstab, nur das er zusätzlich noch einen Schalter und eine Wählscheibe besitzt. Mit der Wählscheibe kann die Stärke reguliert werden, von sehr unangenehm, bei denen ein gelber Funkenschleier sichtbar wird, bis hin zu tödlich. Bei einem tödlichen Stoss leuchtet die Spitze des Stabes in einem sehr grellem Licht, fast nicht zu ertragen für das menschliche Auge. In einigen Städten ist der Sklavenstab gänzlich unbekannt. Da er sehr teuer ist und meist nur von Sklavenhändlern benutzt wird, hat er sich nie sehr in Gor ausgebreitet.

Die Heiler arbeiten gern auch mit anderen Kasten zusammen und profitieren von deren Wissen. Dennoch haben sie kein gutes Verhältnis zu den Eingeweihten. Beide Kasten tolerieren sich wenig und schaetzen die Arbeit und den Glauben des anderen nicht. Man könnte dieses Verhältnis mit der katholischen Kirche und Wissenschaftlern auf der Erde vergleichen.

Meist behandeln die Ärzte kleiner Wunden im Hospital und richten Brüche. Sie verabreichen auch Sklavenwein und Stabilisierungsseren und andere Drogen/Medikamente. Recht selten haben sie mit Herzinfarkten, hohem Cholesterin etc. zu tun. Da es auf Gor keine Umweltprobleme und Schadstoffe gibt, sind ihnen auch viele Krebsformen unbekannt. Goreaner fuhren ein sehr gesundes und glückliches Leben.

Neben den alltäglichen Aufgaben der Heiler findet man sie in der Nähe der Schlachtfelder um verletzte Krieger u behandeln. Sie sterilisieren die Wunden nach der Begutachtung und verabreichen Salben, Tränke und andere Medikamente bevor sie die Wunden überbinden können. Dieser Dienst wird in Namen der Stadt verrichtet und sie erlangen dafür kein Geld. Es wird in Büchern nie beschreiben, dass es Nähmaterial oder Gips gibt. Dennoch ist dies vor allem bei dem Naehmaterial sehr wahrscheinlich. Operationen werden bis auf die technische Unterstützung von Computern wie auf der Erde durchgeführt.

Als Hilfe bei der Arbeit der Heiler erweisen sich Sklavinnen als sehr nützlich. Einige haben vor ihrer Versklavung als Heiler gearbeitet. Als Sklaven ist es ihnen nicht erlaubt als Heiler zu arbeiten, dennoch dürfen sie assistieren und den Heilern zur Hand gehen. Der Besitzer der Sklaven hat jedoch das letzte Wort und muss ihnen diesen Dienst erlauben.


***Copyright: Syleena Sheridan***

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