Sonntag, 28. Dezember 2008

Waffen und Rüstungen – Allgemeines

Hier berichte ich über Rüstungen und gebe einen Einblick in die Waffen Gors. Detaillierte Informationen zu den verschiedenen Waffen findet ihr in den speziellen Posts.

Die Waffen auf Gor wurden nach den Gesetzen der Priester Könige eingeführt und werden nach diesen auch weiterhin entwickelt. Rüstungen, so wie wir sie von der Erde kennen, also Kettenhemden, schwere Metallschienen und –panzer die den Körper schützen sollen und selbst Lederrüstungen sind auf Gor nicht erlaubt. Irdische Feuerwaffem. Schiesspulver und Sprengstoff sind ebenfalls nicht üblich auf Gor, ihre Entwicklung und Einfuhr ist verboten.

Um dies alles zu gewährleisten nutzen die Priester Könige ihre zahlreichen Raumschiffe. Sie sichen mit deren Hilfe die Oberfläche des Planeten nach dieser Art von Waffen ab. Des Weiteren haben sie viele menschliche Spione, die ihnen über aussergewöhnliche Waffen Bericht erstatten. Bei einer Verletzung der Waffengesetze, egal ob durch Menschen oder Kurii, droht ihnen der gefürchtete Flammentod. Jeder wird, früher oder später, diesen Tod sterben, auch wenn es manchmal ein Jahr dauert, bis die Verbrecher entdeckt werden und sterben. Selbst die Kurii, die des öfteren Waffen von der Erde eingeschmuggelt haben, fürchten diese Art des Todes.


Rüstungen:

Wie bereits erwähnt gibt es die auf der Erde bekannten Rüstungen nicht auf Gor. Sie benutzen nur Schilde und Helme. Die schwere Lederkleidung der Tarnreiter kann nicht als Rüstung gezählt werden, sie dient lediglich dazu, den Reiter vor dem Tier zu schützen.


Helme:

Der gewöhnliche Helm gleicht den griechischen Helmen auf der Erde. Der Schlitz ist wie ein Ypsilon geformt und legt Augen, Nase und Mund frei. Sie werden aus solidem Metall gefertigt und sind meist mit Leder ausgepolstert. Einige Helme weisen eine Kammplatte auf, wo die Krieger ihre Abzeichen oder einen Kamm befestigen können. Viele schmücken ihre Helme auch mit Sleenhaar. Ohne einen Helm wäre ein Schlag, z.B. mit einem Schwert, fast immer tödlich. Der Helm schützt diesen empflindlichen Bereich und zwingt den Gegner dazu, sein Können unter Beweis zu stellen und nicht auf einem Glücktreffer zu hoffen.

Einige Regionen Gors haben spezielle Helme. Im Norden, in Torvaldsland, tragen die Krieger konische Helme mit einem Nasenschutz. Sie lassen sich hoch und runter schiebe. Sie besitzen im Nackenbereich und an den Seiten Ketten, manche weisen auch Hörner auf, die als Schmuck oder auch Rangsymbol des Kriegers gelten.

Die Krieger der Wagenvölker bevorzugen auch konische Helme. Diese weisen jedoch ein Netz von Ketten auf, die über das Gesicht verlaufen und nur die Augen freilassen. Die Helme dort werden meist mit Fell geschmückt.


Schilde:

Die beliebeste und am weitesten verbreitete Form der Schilde ist die runde From. Es gibt aber auch, je nach Region, Stadt oder Volk, ovale Schilde.

Ein Schild besteht aus gehärtetem überlappendem Leder und weist Messingreifen zur Verstärkung auf. Diese Schilde werden meist aus mehreren Schichten hergestellt und genietet. Viele der Schilde sind auch lackiert. Die Krieger einer Stadt oder eines Volkes versehen ihre Schilde mit dem Wappen der Stadt oder dem Erkennungszeichen eines Stamms/Volkes. Gesetzlose und Verstoßene haben keine Abzeichen auf ihren Schilden, sie besitzen keinen Heimstein oder sind kein Mitglied eines Stammes , für den sie kämpfen.

Speziell erwähnte Schilde aus den Büchern sind z.B. die der Krieger aus Turia oder die der Alaren. Sie sind leicht oval. Die Wagenvölker benutzen kleine runde Schilde, aus Leder gefertigt und meist gläzend lackiert. Rencebauern verwenden kleine, aus Rence geflochtene Schilde. Bei den Roten Wilden hingegen, sind die kleinen, aus Kailuak-Leder hergestellten Schilde üblich. Sie verzieren ihre Schilde mit medizinischen Zeichen, die den Träger beschützen sollen. Sie glauben, dass unehrenhaftes Verhalten oder Lügen den Schutz des Schildes wirkungslos machen. Eingeborene des Jungles in Schendi verwenden lange ovale Schilde, die Menschen des Ukungu Jungles versehen ihre Schilde zusätzlich noch mit Federbüscheln. Unten befestigt bedeuten sie, dass Tiere gejagt werden, sind die Büschel dagegen oben befestigt, dann stehen Menschen auf der Jagsliste. In Torvaldsland werden kleine runde Schilde zur Verteidigung genutzt, die aus Holz gefertigt werden.


Waffen:

Die beliebtesten und zugleich auch weit verbreiteten Waffen der Goreaner sind das Schwert, die Armbrust und der Bogen. In den Büchern werden jedoch auch zahlreiche andere Waffen erwähnt, die teilweise nur in bestimmten Regionen benutzt werden. Floretts, Degen und Rapier sind gänzlich unbekannt auf Gor, wie auch die Art mit diesen zu kämpfen. Auch auf der Erde übliche orientalische oder bei Europäern beliebte Waffen, sind nicht zu finden auf Gor.
(Anm.: Informationen in "Krieger – Schwerter, Dolche & Messer")

Es gibt viele verschiedenen Bögen, doch der in den Büchern oft erwähnte und sehr ausführlich beschriebene Bogen ist der Langbogen oder auch Bauernbogen genannt. Angehörigen der Roten Kaste verwenden ihn nicht, da er für ihre Vorstellungen keine würdige Waffe ist. Der Hornbogen wird hauptsächlich von den Roten Wilden und Torvaldsländern sowie den Wagenvölkern benutzt. In den Büchern werden auch schmale, gerade Bögen beschrieben, die bei der Jagd auf Tabuk und Sklaven eingesetzt werden. Dies ist aber nicht sehr ausführlich und wird nur am Rande eines Geschehens angemerkt.
(Anm.: Informationen in "Krieger – Bögen & Armbrust")

Äxte sind typische Waffen im Norden Gors. Torvaldsländer und auch die Alaren sind wohlbekannt im Umgang mit ihnen. Die Axt ist aus Eisen gefertigt, groß und schwer und besitzt einen langen Schaft, der manchmal auch gegen den Feind eingesetzt wird. Eine Bola ist die ursprüngliche Waffe der Wagenvölker. Es ist eine Wurfwaffe, die vorallem vom Rücken einer Kaiila geworfen wird. Sie besteht aus mehrern Lederbändern, an deren Enden Gewichte eingenäht sind. Für Tiere oder auch Menschen, die damit gefangen werden sollen, ist es fast unmöglich einer Bola zu entfliehen. Seile sind auf Gor auch Waffen. Diese Seile sind mit Leder umflachst und dienen meist zum Einfangen von Sklaven oder auch Feinden. Die Tuchuk, ein Nomadenstamm, ist berühmt für den Umgang mit den Seilen. Der Stab ist eine weitere übliche Waffe der Bauern. Mit Stäben verteidigen sich die Bauern selbst gegen Schwertkämpfer, meist jedoch ist ein Stab aber ein reiner Wegbegleiter der Bauern bei der täglichen Arbeit.
(Anm.: Informationen in "Krieger – Axt, Bola, Seil & Stab")

Die Fischer des westlichen Ufers sowie der Inseln benutzten das Netz und den Dreizack zur Verteidigung. Der Dreizack wird auch Sumpfspeer genannt und weist manchmal auch nur 2 statt 3 Spitzen auf. Im antiken Rom wurden Netz und Dreizack bei den Kämpfen der Gladiatoren eingesetzt. Auch in Gor sind es häufig verwendete Waffen bei dieser Art von Kämpfen.

Die Harpune ist eine Waffe zur Jagd auf Meeresbewohner, wie Wale oder den Meeressleen. Ihre Länge beträge ca. 8 Fuß (2,4 m) und ihr Durchmesser ist meist 2 ½ Inch (6,2 cm). Der vordere Schaft besteht aus Knochen, der restliche Schaft aus Holz. An dem Knochenstück, welches den vorderen Teil der Harpune bildet ist eine scharfe Schieferspitze angebracht. Diese kann sehr tief in das Fleisch der Beute eindringen, wenn sie mit der entsprechenden Kraft geworfen wird.

Eine weitere Waffe bei Gladiatoren-Kämpfen sind die Cestus, die Panzerhandschuhe. Es gibt mehrere Arten dieser Handschuhe. Im Regelfall haben sie Spitzen an den Fingerkuppen, doch es gibt auch Varianten die Klingen an den Fingerspitzen besitzen. Deren Wirkung ist meist tödlich. Ein Beispiel für solch einen Pnazerhandschu ist der Vierklingen-Dolch-Cestus von Anango. In den nördlichen Regionen wird diese Waffe auch eingesetztt, hier aber als Axtpanzerhandschuh. Man findet ihn bevorzugt im östlichen Skjern.

Einige Waffen sind, wie bereits erwähnt, regions- oder völkerspezifisch. Die Roten Wilden nutzen noch zwei Waffen, die sonst nirgends eingesetzt werden. Eine Kriegskeule zum Beispiel. Sie wird teilweise auch mit Nägeln oder Klingen gespickt um den Schaden zu verstärken. Bei richtigem Umgang mit der Keule kann sie durchaus tödlich sein. Die Camphi ist ein Tomahawk, mit einem langen Stiel und einer Klinge aus geschliffenem Stein. Bei Seeleuten wird auch die Pike, der Mastausleger eines Schiffes, als Waffe genutzt.

Man findet also viele unterschiedliche Waffen auf Gor. Einige von ihnen haben einen kulturellen Ursprung, andere wiederum wurden aus der Not heraus als Waffe "geboren". Die meisten Krieger der Roten Kaste werden mit diesen speziellen Waffen nicht umgehen können, ja viele kennen diese Art Waffen nichteinmal.

***Copyright: Syleena Sheridan***

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