Samstag, 21. März 2009

1x1 des Sklaventanzes

Dieser Beitrag wird mit freundlicher Genehmigung von Bina Mayo genutzt und veröffentlicht.
***Copyright: Bina Mayo***



Ich habe lange gesucht, aber nie einen Leitfaden für das Tanzen gefunden, daher hab ich selber mal den Versuch gemacht, etwas zu verfassen:

Sklaventanz auf Gor dient einzig und alleine nur einem Zweck, die Männer zu unterhalten, und vor allem ihnen Lust zu machen. Eine Kajira sollte sich vor dem Tanzen immer überlegen, ob sie auch bereit ist, das Versprechen zu halten, das sie beim Tanzen gibt!!!
Im Gegensatz zum Textchat (auf den sich Gegenerde.de in erster Linie bezieht), ist SL auch ein optisches Medium, für den perfekten Tanz sollte also beides stimmen, die Emotes UND die Animationen.

Drängt Euch nicht in den Vordergrund:
In SL gibt es auch 2 Hauptgruppen von Tanz, der "Tavernentanz", und den "richtigen Sklaventanz". Es gibt Situationen, da sollte eine Kajira sich im Tanzkreis auf gute Animationen und kurze knackige, Emotes beschränken. Wenn zum Beispiel wenn in der Taverne ein Gespräch von Freien im Gange ist, hilft es niemandem, wenn das ganze Chatfenster voller Emotes ist, aber ihr könnt sicher sein, das die Freien auch ohne lange Emotes gerne hinschauen.

Bei dem "richtigen Sklaventanz", werden die Männer sich gerne die Zeit nehmen, und ihre Gespräche unterbrechen, um Euch zu sehen! Nun mehr dazu:
Gute, passende Animationen sehen sehr nett aus, aber den eigentlichen Tanz bringt ihr durch die Emotes 'rüber, ihr lasst die Zuschauer den Tanz fühlen, ob es das leise Knirschen des Sandes unter euren Füssen ist, oder die Schweißtropfen, die sich langsam einen Weg über Euren Busen bahnen, all das könnt ihr vermitteln.

Aber wie ein guter Film braucht auch ein Tanz eine Story. Auch die besten Emotes werden ohne eine Story langweilig. Die meisten Tänze gliedern sich in 3 Abschnitte:

Die Ablehnung:
Wie eine ein Mädchen vor ihrer Unterwerfung seid ihr stolz, unbeugsam oder einfach ängstlich. Der Teil sollte aufrecht getanzt werden.

Das Erkennen:
Die Kajira wird sich ihres Körpers und ihrer Sklavenhitze bewusst, man kann auch sagen in dem Teil kämpft der Körper gegen den Verstand, die Lust gegen die die Scham.

Die Kapitulation:
Die Kajira erkennt was sie ist und was sie braucht, sie fleht um Erlösung durch einen Mann, jegliche Scham ist von ihr gewichen. Dieser Teil wird fast ausschließlich auf dem Boden getanzt.

In fast allen Tänzen, die in den Bücher beschrieben sind finden sich diese Elemente wieder. Lasst die Zuschauer spüren, welche Entwicklung in euch vorgeht, es passiert was und es bleibt spannend für alle, auch wenn der Ausgang schon klar ist.

Nicht zu lang:
Die richtige Länge für einen Tanz sollte ungefähr 10 bis 15min betragen, das ist eine Zeitspanne, in der man die Spannung gut aufrecht erhalten kann. Das schlimmste was passieren kann, das sich die Zuschauer das Ende des Tanzes herbei sehnen, weil sich entweder alles wiederholt, oder er einfach zu lang ist.
Auch die Emotes sollten nicht zu Lang sein, gebt Euren Zuschauern die Möglichkeit alles zu lesen, und es auch zusammen mit dem Bild wirken zu lassen!

Vorbereitung
Die meisten Tänze werden vorbereitet, nur wenige, und vor allem erfahrende Tänzerinnen, können aus dem Stegreif Tanzen! Es ist aber keine Schande, die Emotes auf Notecards vorzubereiten, und die passenden Animationen vorher zusammenzustellen, aber seid Euch bewusst, bei vorbereiteten Tänzen liegt natürlich die Messlatte höher, Rechtschreibfehler sollten dann keine mehr drin sein.
Es gibt auch Tools, die die Emotes passend zu den Animationen automatisch ablaufen lassen, davon rate ich aber jedem dringend ab. Es wird jede Möglichkeit zum Eingreifen genommen. Ein Tanz wird immer interessanter, wenn ihr die Zuschauer mit einbezieht, passt die Emotes je nach Zuschauern an, gebt den Herren das Gefühl, das sie persönlich gemeint sind, und niemand anders.

Grundsätze:
Vergesst nie, Eurer Körper erzählt die Geschichte, nicht ihr, es gelten also die gleichen Grundsätze wie bei jedem Rollenspiel. Da es aber extrem schwierig ist, eine Bewegung so detailliert zu beschreiben, das sie bei Zuschauer genau den gewünschten Eindruck hinterlässt, greife ich schon mal zu einem Kunstgriff, in dem ich Vergleiche emote:
Ich breite z.B. nicht nur meine Arme aus, und bewege sie mit langsamen, kräftigen Schlägen auf und ab, sondern ich füge hinzu: "... wie ein Tarn auf der Suche nach seinen Opfer", auf die Weise bin ich mir sicher, das die Zuschauer meinen Tanz folgen können, auch wenn ich damit meinem Gegenüber eigentlich einen Gedanken in den Mund lege. Versucht solche Kunstgriffe aber sparsam einzusetzen, und beschränkt Euch in der Hauptsache darauf, Eure Bewegungen zu beschreiben, und nicht die Gedanken der Zuschauers.

Animationen:
Was ich hier schreibe soll kein Gesetz sein, sondern nur eine Grundlage bieten, wie man einen Sklaventanz spannend und kurzweilig gestalten kann. Leider sind gerade gute Animationen in SL sehr teuer, daher empfehle ich als Grundlage eben genau diese 3 Phasen:

- Einen aufrechten, vielleicht einen Bauchtanz für die erste.
- Bei der zweiten Animation darf es schon etwas heißer sein, schließlich werdet ihr Euch Eurem Körper bewusst.
- Für den dritten Abschnitt solltet ihr einen Bodentanz wählen, das passt dann eigentlich immer.

weitere Quellen
In den Luther-Scrolls (vor allem 46 und 47) findet man viele weitere Informationen, gerade über spezielle Tänze. Vergesst aber nie, eine gute Tänzerin wird man nicht, in dem man sich peinlich genau an Vorlagen hält, sondern nur durch seinen ganz eigenen Stil. Ihr sollt unterhalten, also nutzt auch die Freiheiten, die ihr dazu habt.

Freie Frauen:
Sklaventanz, so wie ich ihn beschrieben habe, ist ausschließlich eine Vorführung für Männer. Kajirae, die Frauen gehören haben also erhebliche Nachteile, aber auch die können Tanzen. Eine freie Frau kann ihre Kajira zum Beispiel trainieren, um ihren Gästen eine Freude zu machen, sie würde eben nur nie zugeben, das ihr der Tanz selber gefällt. Beschwert Euch also nicht über die Nachteile einzelner Rollen, sondern überlegt Euch einen kreativen weg, eben genau diese zu umschiffen, ohne die Rolle zu verbiegen.

Viel Spaß!
Bina/Dee

***Copyright: Bina Mayo***

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