Dienstag, 1. März 2011

Gor, was ist das?

*** Copyright Syleena Sheridan ***

Gor - die Gegenerde – ist ein fiktiver Planet, der von dem amerikanischen Autor John Norman erdacht wurde.
In seiner (bisher) 29 Bücher umfassenden Science-Fiction-Reihe erzählt John Norman die Abenteuer von Tarl Cabot und die Lebensgeschichten anderer Menschen, die auf Gor gelandet sind.

Die Charaktere erleben dabei viele Abenteuer, die meist in vollem Umfang die Fantasie der Leser erfordern. Tarl Cabot z.B. kämpft für seine Ehre, für Frauen und Gold. Er lernt stets neue Freunde kennen, liebt die Frauen und verliert sie wieder. Die Bücher bilden eine literarisch nicht sonderlich hochwertige, doch durchaus unterhaltsame und interessante Lektüre.

Allerdings ist Gor keine reine Fantasy-Welt, die mit den üblichen Elementen wie Elfen, Zwerge oder Drachen auskommt. Norman hat sehr viele Aspekte der Erde genommen und diese nach Belieben zusammengefügt. Ob nun das Kastensytem aus Indien, die Sklaverei der vergangenen Jahrhunderte oder auch die Kleidung aus den Epochen der Römer, der Griechen oder auch die muslimische Kleidung. Alles aus den Büchern hat einen starken Bezug zur Erde.

Ein sehr wichtiger Aspekt für John Norman ist – so scheint es – die männliche Dominanz. Sie wird teilweise sehr detalliert in den Büchern hervorgehoben und auf der anderen Seite wird sie auch wieder durch Gegendarstellungen untergraben.
(Dazu gibt es mehr in der Bibliothek)
Aber dieser Darstellung Normans ist es geschuldet, dass viele der Rollenspieler aus dem BDSM oder dem reinen D/s Bereich kommen.

Trotzdem ist Gor nicht darauf beschränkt und so gibt es viele verschiedene Herangehensweisen, wie die Spieler ihre Zeit füllen. Manche legen beispielsweise den Schwerpunkt auf den Kampf, andere auf Kasten- und Gesellschaftsstrukturen, wieder andere sehen vor allem eine intensive Beziehung zwischen Herr/Herrin und Sklaven als Mittelpunkt ihres Spiels oder betätigen sich in allen Bereichen.

Dies führt - zusammen mit der Ungenauigkeit der Bücher, die häufig eine zu vage Beschreibung geben, als dass daraus konkrete Handlungsvorgaben abgeleitet werden könnten - zu Diskussionsbedarf. Diese Diskussionen sollten jedoch - wann immer möglich - innerhalb des Rollenspiels verbleiben. Lange Diskussionen außerhalb desselben stören die Atmosphäre empfindlich. (Mehr dazu im OOC Beitrag)


***Copyright: Syleena Sheridan***

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